Kategorie: Berlin Geschrieben von Avi Efroni
Katharina Höftmann, dpa
Die Zahl israelischer Touristen hat sich seit 2000 verdreifacht - die größte außereuropäische Besuchergruppe nach den USA. Sogar in Tel Aviv spürt man das Berlin-Fieber überall.
Die aktuellen Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg bestätigen seinen Eindruck: Die Zahl israelischer Touristen in Berlin hat sich seit 2000 mehr als verdreifacht. Rekordverdächtige 47.321 Israelis haben Berlin im vergangenen Jahr besucht. Damit sind sie die größte außereuropäische Besuchergruppe nach den USA. Bemerkenswert für ein Land, das nur rund 7,5 Millionen Einwohner hat.
In Tel Aviv selbst spürt man das Berlin-Fieber an jeder Ecke, manche Läden benennen sich sogar nach der Spree-Stadt wie der "Salon Berlin" der im Herzen von Tel Aviv Second-Hand-Klamotten mit Kreuzberg-Touch verkauft. Dazu kommt, dass fast jede Woche ein anderer Berliner DJ in der Weißen Stadt am Meer auflegt. Berlin biete Tel Avivs junger Bevölkerung "genauso viel Leben, Dynamik und Farbenfreude wie ihre Heimatstadt - ist dabei aber viel billiger", begründet Blochmann den israelischen Berlin-Enthusiasmus.
Und in der Tat ähneln sich die Städte sehr: Berlin ist wie Tel Aviv eine Art Insel, die recht autark vom Restland schwimmt. Beide Mode-Metropolen sind von jungen Einwohnern geprägt und haben eine starke Homosexuellen-Szene.
Auch Avi Efroni-Levi sieht viele Parallelen: "Berlin ist eigeninitiativ, offen, unstrukturiert, relativ undeutsch und eher wie Tel Aviv. Der Sozialismus hat beide Städte geprägt und mit ihm Improvisationskunst und Gemeinschaftsgeist." Der Israeli war 1994, gelangweilt von Hannover, nach Berlin gereist und hatte sich sofort in die Stadt verliebt. Mittlerweile sitzt er wie jeder echte In- Berliner der digitalen Bohème in seinem Stammcafé im Bezirk Mitte und arbeitet an einem Internetportal. Mit "Der Berliton" hat er eine Plattform für seine Landsleute in Berlin geschaffen, auf der sie Ideen, Wohnungsangebote oder sonstige Fragen austauschen können.
Für Efroni-Levi ist die wachsende Leidenschaft der Israelis für Berlin auch Teil eines Heilungsprozesses: Dabei ginge es nicht um Wiedergutmachung oder darum, in alten Wunden zu stochern, sondern erst einmal nur ums gegenseitige Kennenlernen. Viele Jahre wären die Deutschen die Täter und die Juden die Opfer gewesen. Aber die jungen Israelis seien eine neue Generation mit veränderter Selbstwahrnehmung, die herausfinden will, wer "diese Deutschen" sind. Die Berlin-Liebe sei daher eine Art Therapie für beide Seiten.
Denn bei aller Begeisterung ist der Weg nach Deutschland für viele Israelis nicht leicht. Manche sind Nachkommen von Holocaust- Überlebenden und die meisten verbinden die deutsche Sprache seit der Kindheit mit Hitlers Hasstiraden. Das deutsche Brüllen hallt in vielen Köpfen nach und im Deutschen gängige Wörter wie "raus" oder "Achtung" werden direkt mit den Nazi-Verbrechern assoziiert. Umso erfreuter berichtet Goethe-Institutsleiter Blochmann von den immer beliebter werdenden Deutsch-Kursen. Die meisten Israelis kämen mit einem Ziel: Sie wollen nach Berlin.
Video:
Rund 3000 Israelis bekommen jedes Jahr einen deutschen Pass - bei leicht steigender Tendenz. Viele sind jung, Nachfahren von Juden, die einst von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Doch das Thema Holocaust spielt für die Wenigsten noch eine Rolle. AFPTV stellt zwei Israelis und ihr Leben in Deutschland vor. http://www.youtube.com/
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 18. März 2010 02:25
Zugriffe: 864
Kategorie: Berlin Geschrieben von Avi Efroni
Liebe Berlinerinnen und Berliner,
am 12. April 2010 findet um 18 Uhr im Jüdischen Gemeindehaus, Fasanenstraße 79/80, 10623 Berlin
die Gedenkstunde zum 67. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto und zum Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus (Jom Ha Shoa) statt mit anschließender
Lesung der Namen der 55.696 ermordeten Berliner Juden.
Die Lesung wird ununterbrochen
vom 12. 4. 2010, 20.00 Uhr, bis zum 13. 4. 2010, 23:00 Uhr,
vor dem Jüdischen Gemeinde andauern.
Wir bitten Sie, liebe Berlinerinnen und Berliner, aktiv und auch ohne Anmeldung an dieser Lesung teilzunehmen.
Für den Zeitraum vom 12. 4. ab 20.30 Uhr bis 13. 4. 8.00 Uhr und vom 13. 4. ab 20.00 Uhr bis 23.00 Uhr bitten wir zur besseren Koordination um Anmeldung
bei Frau Stein/Kulturabteilung unter Tel. Nr.: 880 28 206,
montags - donnerstags 09.00-17.00 und freitags 09.00-15.00Zuletzt aktualisiert am Samstag, 13. März 2010 13:57
Zugriffe: 856
Kategorie: Berlin Geschrieben von Avi Efroni
Liebe Israel & Makkabi Fans,
seid dabei !
Mit einem nervenaufreibenden 68:62-Sieg in Badalona ist ALBA BERLIN als erste deutsches Team in der Geschichte des Eurocups ins Viertelfinale eingezogen. Die Albatrosse kämpften bis zum Äußersten und wendeten eine drohende Niederlage im letzten Viertel noch ab.
Nun treffen sie auf Hapoel Jerusalem !!!
Wie in der letzten Saison, kommt es also zum Duell mit einer israelischen Top-Mannschaft.
Wann? Am Mittwoch, 31.03.2010, wahrscheinlich um 20 Uhr.
Wo? In der modernsten Arena Europas, der O2 world.
Ihr könnt ab sofort bei uns Karten für den „Israel - Makkabi Chai“ Fanblock erwerben.
Wir haben ein KartenKontingent zum SONDERPREIS von 9,50 Euro (anstatt 22,00 €) pro Karte erhalten.
Die Karten bekommt Ihr unter:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Eile ist geboten – denn das Kontingent ist beschränkt !
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 10. März 2010 14:39
Zugriffe: 1115
Kategorie: Berlin Geschrieben von Avi Efroni
Die Premiere des israelischen OSCAR – Kanditaten
AJAMI - im Original Hebräisch/Arabisch mit deutschen UT
Regie: Scandar Copti & Yaron Shani
Am Mittwoch, den 3. März 2010 um 20 Uhr im
Kino der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin – Prenzlauer Berg
Wir würden uns sehr über Ihr Kommen freuen. Karten können Sie direkt im Kino der
Kulturbauerei bestellen: 030 / 443 544 22 oder unter www.cinestar.de reservieren
Mit herzlichen Grüßen
Nicola Galliner, Leitung Jewish Film Festival Berlin
AJAMI würde bereits auf folgenden Film Festivals ausgezeichnet:
Cannes Film Festival 2009
Camera d ´Or – Special Distinstion
Thessaloniki International Film Festival 2009
Goldener Alexander: Bester Film
Jerusalem International Film Festival 2009
Wolgin Award: Bester SpielfilmZuletzt aktualisiert am Donnerstag, 25. Februar 2010 21:07
Zugriffe: 815